Solidaritätstafeln

Begegnung, Engagement und Kirche im Wandel

Im Rahmen der lokalen Kirchenentwicklung starteten wir eine Initiative: Solidaritätstafeln. Sie stehen für ein konkretes, gelebtes Miteinander – zwischen Arm und Wohlhabend, Jung und Alt, verschiedenen Kulturen und Konfessionen. Bei gemeinsamen Mahlzeiten an offenen Tafeln wollen wir nicht nur Essen teilen, sondern auch Geschichten, Hoffnungen und Nöte hörbar machen und so Kirche als Ort der Solidarität und Gemeinschaft stärken.

 

Was ist eine Solidaritätstafel?

Eine Solidaritätstafel ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen – egal welcher Herkunft, wie viel Geld, welcher Generation oder wie nah oder fern sie Kirche stehen. Gemeinsam Essen verbindet – das Gespräch, der Austausch, die Begegnung werden Teil unseres gemeinsamen Lebens als Kirche. Es entsteht gelebte Solidarität.

Warum Solidaritätstafeln?

Kirche als Ort der Gastfreundschaft

  • Kirche vor Ort spüren
    Kirche ist mehr als Gottesdienst und Liturgie – Kirche heißt heute auch: zuhören, sich einsetzen, Brücken bauen. Solidaritätstafeln öffnen Räume, in denen Gemeinde greifbar wird.
  • Teilhabende Gemeinschaft fördern
    Niemand soll außen vor bleiben – Tafelteilnehmende bringen ihre Lebenserfahrung und Perspektiven mit. Kirche lädt alle ein, mitzugestalten, sich einzubringen, mitzutragen.
  • Orientierung an biblischem Auftrag & unserem Glauben
    Solidarität, Gastfreundschaft, Nächstenliebe – Werte, die uns als Kirche tragen und leiten. Die Tafel erinnert an die Tradition christlicher Armenfürsorge und gibt ihr heute praktischen Ausdruck.

 

Politik und Kirche im Dialog

Die Solidaritätstafeln stehen nicht allein für Gemeinschaft – sie greifen auch bedeutsame Themen unserer Gesellschaft auf, mit denen Kirche sich politisch und sozial einbringt:

  • Bildungsgerechtigkeit
    Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig von Herkunft oder Einkommen: hochwertige frühkindliche Bildung, Schulsozialarbeit, Lernmittel und digitale Ausstattung.
  • Gesellschaftliche Teilhabe
    Jeder Mensch soll sich einbringen dürfen, Anerkennung erfahren und selbst aktiv werden. Langzeitarbeitslosigkeit soll nicht Ausgrenzung bedeuten, sondern ein Ausgangspunkt für Begleitung und neue Möglichkeiten sein.
  • Soziale & ökologische Verantwortung
    Energiearmut, Klimawandel, steigende Lebenshaltungskosten betreffen Menschen unterschiedlich stark. Kirche setzt sich für faire Regelungen, soziale Standards und für nachhaltige Lösungen ein.

Wie kann sich Ihre Gemeinde beteiligen?

Gastgeber:innen für Solidaritätstafeln können zum Beispiel sein: Gemeinden, Pfarreien, Hausgemeinschaften oder kirchliche Gruppen. Die Größe spielt keine Rolle – ob für 30 oder für 300 Menschen: Wichtig ist der Wille, das gemeinsame Ziel.

  • Zeitlicher Rahmen: Für die Solidaritätstafel sollte ein klarer zeitlicher Rahmen festgelegt werden mit Datum und Uhrzeit..
  • Finanzielle Unterstützung: Das Bistum stellt Mittel bereit, damit auch kleinere Orte mit wenig Budget mitmachen können.
  • Infrastruktur & Räume: Wenn bereits Gemeindehäuser oder Räume verfügbar sind, können diese genutzt werden; gemeindliche Ressourcen und Ehrenamtliche sind willkommen.

 

Unterstützung durch das Team Kirchenentwicklung

Wenn Ihre Gemeinde Interesse hat, eine Solidaritätstafel auszurichten, dann melden Sie sich bei Nadine Willke: nadine.willke(ät)bistum-hildesheim.de . Sie begleitet sie von Anfang an bei

  • Beratung bei Planung und Organisation
  • Bereitstellung von Materialien und Vorlagen
  • Beteiligung im Netzwerk der Solidaritätstafel-Gemeinden

Lassen Sie uns gemeinsam spürbar machen, was Kirche heute sein kann: offen, solidarisch und mitten in der Gesellschaft.