Ist Ihnen die Lokale Kirchenentwicklung (noch) ein Rätsel? Schwer zu fassen und zu begreifen, was dahinter steckt?

Dieser Workshop vermittelt Grundlagen, die Prozesse der Lokalen Kirchenentwicklung besser zu verstehen.

Für wen ist dieser Workshop?

Für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Teams und Gremien, die sich tiefer mit der Thematik Lokale Kirchenentwicklung auseinandersetzen wollen.

Teams gemeinsamer Verantwortung
Orientierungsrahmen

Bischof Norbert veröffentlicht nach einem zehnjährigen Entwicklungsprozess einen Orientierungsrahmen für die Lokalen Leitungsteams und möchte damit zum Weiterexperimentieren und gemeinsamen Lernen anregen.

Was ist jetzt zu tun?

  • Wie bisher klug bedenken, was für den eigenen Ort sinnvoll ist.
  • Wo es schon Lokale Leitungsteams gibt schauen, ob der Rahmen das eigene Wachsen und Weiterkommen fördern kann.
  • Wo es noch keine Teams gibt, überlegen, ob die nächsten Gremienwahlen im November 2018 ein guter Beginn dafür sein können.

Gute Gründe, warum ich mich für die Lokale Kirchenentwicklung engagiere

Ein guter Grund, Prozesse Lokaler Kirchenentwicklung zu beginnen, besteht für mich darin, die Chance zu nutzen, offensichtlich notwendige Veränderungsprozesse in der Kirche aktiv mitzugestalten – gemeinsam mit Anderen.
Dass sich in der Welt, und damit auch in der Kirche, Veränderungsprozesse abspielen steht außer Frage. Ich nehme wahr: weniger Personal, weniger Geld, weniger Gemeinde, größere Flächen . . . Und ich frage: Was kann das für unsere Situation bedeuten? Was will Gott der Kirche von Hildesheim damit sagen? Was ist seine Botschaft an die Haupt- und Ehrenamtlichen, an die Schwestern und Brüder im Volke Gottes? Verstehen wir uns selbst alle als Jüngerinnen und Jünger des Herrn, also als Schülerinnen und Schüler des Herrn? Gemeinsam haben wir im Dekanat Unterelbe in verschiedenen Gruppen und Zusammensetzungen darüber nachgedacht und gesprochen, was die Veränderungen für uns bedeuten und welche Herausforderungen für uns und unsere Arbeit daraus erwachsen können.
Eine erste Erkenntnis besteht darin, dass wir miteinander darüber ins Gespräch kommen und uns verständigen müssen, was für einen jeden von uns eigentlich Kirche ist, was wir darunter verstehen und welche Bilder wir im Sinn haben, wenn wir über Kirche reden? Gehen wir dabei von den gleichen Voraussetzungen aus oder nicht?

Während ich diesen Text schreibe, denke ich an das gemeinsame Tanzen mit meiner Frau in der Tanzschule. Um hier ein Gelingen zu ermöglichen, braucht es das Zuhören und Hinschauen, müssen die Grundschritte gelernt und geübt werden, allein und mit Partnerin, ohne und mit Musik, … Irgendwann kommen Variationen zu den Grundschritten dazu, dann ist es zwar nicht mehr so eintönig, aber spätestens jetzt entsteht die Frage nach einer Führung – Grundschritt, Drehung, Promenade, Grundschritt, oder so . . . , aber bitte gemeinsam. Ach so, wichtig ist es auch zu wissen, mit welchem Fuß es losgeht, sonst ist es vorbei bevor es losgeht. Und noch eins: Grundsätzlich wichtig ist das Wissen darum, um welchen Tanz es sich handelt, wenn man denn tanzen will.
Wie bei allen Bildern, die zur Erklärung von Wirklichkeit herangezogen werden, hinkt auch dieses Bild. So ist z.B. die Führungsrolle in Prozessen Lokaler Kirchenentwicklung nicht notwendig an die Geschlechterrolle gebunden.

Im Dekanat Unterelbe sind die Schritte auf dem Weg Lokaler Kirchenentwicklung klein und zierlich, aber wir gehen sie bewusst, weil wir uns gemeinsam dafür entschieden haben. Immer wieder stellen wir uns unter das Wort Gottes. Wir hören einander zu, wenn wir von Berufungen und Begabungen erzählen; wir achten aufeinander, wenn Erfahrungen ausgetauscht werden; wir sprechen über Führungsaufgaben und verschiedene Rollen; wir Reflektieren die Arbeit gemeinsam, erzählen einander von Fehlern und entwickeln Lernschritte daraus; wir freuen uns und sind dankbar, wenn Ehrenamtliche in den verschiedensten Bereichen Verantwortung übernehmen; wir üben ein geschwisterliches Miteinander ein , entwickeln es weiter und glauben, es ist der Geist Gottes, der die Kirche führt. Und immer wieder heißt seine Frage: shall we dance?

H. Thunert

 

 

In verschiedenen deutschen Diözesen breitet sich die Idee einer Kirche der Beteiligung aus. Ausgehend von weltkirchlichen Erfahrungen, von Impulsen aus anderen Diözesen oder den Initiativen der diözesanen Pastoralentwicklung zeichnet sich immer mehr ein Entwicklungsprozess unserer Pfarreien ab – eine Kirchenentwicklung, die eine neue Kultur des Kircheseins hervorbringt.

Damit sind viele Fragen verbunden, vieles ist ein Experiment. Ganz besonders stellt sich die Herausforderung und die Frage, wie man anfängt und einer solchen neuen Kirchengestalt den Weg bereitet. Auf dieser Seite wollen wir Ihnen Anfänge vorstellen, die wir im Bistum Hildesheim gefunden haben. Gleichzeitig wollen wir aber auch mit Ihnen auf die Suche nach weiteren Antworten gehen.

Lokale Kirchenentwicklung im Dialog

Reden Sie mit: Das Team der Lokalen Kirchenentwicklung des Bistums Hildesheim können Sie direkt bei Facebook treffen. Dort liefern wir tagesaktuelle Informationen, geben Denkanstöße, stellen Ideen vor – und hören uns an, was Sie zu dem Prozess zu sagen haben. Besuchen Sie unserer Treff- und Informationsort für alle, die mit uns auf dem Weg sind mit einer Kirche, die den Menschen dient.

Ihr direkter Kontakt zu uns

Sie haben ein vorbildliches Projekt, das wir als Beispiel der Lokalen Kirchenentwicklung auf dieser Seite vorstellen sollen? Sie haben Fragen zur Lokalen Kirchenentwicklung oder benötigen Unterstützung für den anstehenden Prozess in Ihrer Gemeinde? Hier können Sie direkt mit uns in Kontakt treten.