17. April 2018 in St. Josef, Verden

Verden ist eine alte Bischofsstadt, deren Dom seit der Reformation evangelisch ist.

Lustig – auf die Frage „Was wäre das Beste, was dieser Stadt passieren könnte, sagte eine Gruppe: „Dass der Dom wieder katholisch würde!“. Das war sicher nicht ganz ernst gemeint. Andererseits: Die Zeit zurückdrehen, manche Spaltung und manche Kriege ungeschehen machen, nochmal von vorn beginnen und darauf achten, dass die Kirche EINE Kirche Jesus Christi bleibt – das wäre schon schön. Es gab so viele Verletzungen im Laufe der Geschichte. Vieles wartet noch darauf, versöhnt zu werden.

Es ist unser letzter Besuch. Der Pfarrgemeinderat hatte sich schon im Vorfeld intensiv vorbereitet und ein gutes, in die Zukunft weisendes Gespräch miteinander gehabt. Dabei ging es um die Fragen: Was bewegt die Menschen hier an unseren Orten und was heißt das für uns als christliche Kirchen? So zu fragen anstatt sich die Frage zu stellen, wie wir wieder mehr Menschen dazu bewegen können, in die Kirche zu gehen, ist viel näher am Leben und setzt neue Ideen frei. Auch dieses inspirierende Gespräch ließ sich nicht wiederholen. An dem Abend stehen nach der Gruppenarbeit und dem Impuls zu Lokaler Kirchenentwicklung eher Themen um das liebe Geld im Vordergrund. „Warum wird nicht mehr Geld für Kirchenmusik ausgegeben?“ und „Warum bezahlt Hildesheim keine hauptberuflichen Küster mehr?“ Für den Pfarrgemeinderat vielleicht ein bisschen enttäuschend. Aber ich bin sicher, dass sie die guten Ideen und Ansätze mit Begleitung der Dekanatspastoralreferentin weiterdenken und entwickeln werden.

Am Schluss gab es eine Überraschung für uns: Eine Flasche Sekt mit dem Aufdruck „119“. Danke, das war aufmerksam von Ihnen in Verden! Auf Ihr Wohl und das all der Menschen, die wir getroffen haben! Es war wirklich eine einzigartige Reise!

Dieser Reisebericht stammt von 
Christiane Müßig, Referentin für Lokale Kirchenentwicklung

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