29. Januar 2018 in St. Ludwig, Celle

Die Liste der Sorgen ist lang, aber die der „verheißungsvollen“ Dinge auch.

Dazu gehört, dass „Laien“ jetzt endlich mitgestalten können, die Kirche sich öffnet. Einige sind der Meinung, dass es eigentlich schon zu spät ist. Erst als es „gar nicht mehr ging“, hat die Kirche den Laien wirkliche Verantwortung übertragen – dabei steht in den Dokumenten des 2. Vatikanischen Konzils alles schon seit mehr als fünfzig Jahren. Inzwischen sind viele aus der Kirche innerlich oder äußerlich ausgezogen.

Der Vorwurf ist uns schon oft begegnet. Die Frage dahinter: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Wandel gekommen? Wann gelingt es einer Gemeinde oder Pfarrei, neu aufzubrechen? Veränderungen beginnen nur selten deshalb, weil sie sinnvoll oder attraktiv erscheinen, sondern es muss oft erst zu einer Krise kommen. Erst wenn bisherige Wege nicht mehr gehen, bin ich oder sind wir bereit, anderes auszuprobieren. Eine weitere Erkenntnis ist, dass es am Ort nur dann weitergehen wird, wenn wir uns zusammenschließen und es selber in die Hand nehmen. Hier in Celle sind viele Aufbrüche schon sichtbar. Es haben sich vor Ort Leitungsteams gebildet. Eine Frau fragt selbstbewusst, wer denn in Zukunft der- oder diejenige sein wird, der ihr Leitungsteam begleiten wird. So kann es gehen: losgehen, schauen, was noch fehlt und Hilfe einfordern. Vermutlich gibt es viele in unserer Kirche, auch unter den Hauptberuflichen, denen diese neue Haltung ungewohnt ist. Bei den „Sorgenkarten“ steht nicht von ungefähr: „Belastung der Priester“. Damit ist vermutlich nicht die Zahl der Gottesdienste gemeint, sondern eher die neuen Aufgaben: die anspruchsvoller werden, und womit es noch wenig Erfahrungen gibt.

 

 

 

 

 

Dieser Reisebericht stammt von 
Christiane Müßig, Referentin für Lokale Kirchenentwicklung

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