8. August 2017 St. Cyriakus Braunschweig

Der erste Besuch nach der Sommerpause und zugleich der erste im Dekanat Braunschweig, in St. Cyriakus in der Weststadt.

Interessant die Entstehungsgeschichte des ganzen Stadtteils: vor 1948 gab es hier ein deutsch-polnischen Flüchtlingslager. Bis heute gibt es viele zweisprachige Familien. Eine polnische Gemeinde feiert jeden Sonntag in der Pfarrkirche die Mese in ihrer Muttersprache.

Anders als an anderen Orten scheint es hier keine Spannungen zwischen den Gemeinden zu geben. Vielleicht wegen der gemeinsamen Geschichte. Wie schon oft lohnt es sich, nach den Anfängen zu fragen.

Zum Thema unseres Besuchs, der Lokalen Kirchenentwicklung, gibt es hier viele Fragen:

Wie kann die Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen aussehen, wenn es nur einen Priester vor Ort gibt?
Wenn später ein Team von Hauptberuflichen auf Stadtebene arbeiten wird – wird es trotzdem verlässliche Beziehungen, feste Angebote und Kurse, klare Zuständigkeiten geben?

Es ist zu spüren, dass es noch wenig Erfahrungen mit dem neuen Bild von Kirche gibt. Aber eine Frau sagt: „Mir gefällt, dass es um Freiheit und Vertrauen geht und um den Heiligen Geist.“ Die knappe und gleichzeitig kluge Vorstellung der Pfarrei zeigt, dass der Pfarrgemeinderat gut gearbeitet hat. Sie haben einen klaren Blick dafür, wo wichtige Fragen liegen:
Wie motivieren wir zukünftig die Ehrenamtlichen?
Was bedeutet das neue Konzept der Teams Gemeinsamer Verantwortung für unsere Pfarrei? Entwicklungsmöglichkeiten gibt es sicher bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen: KiTa, Jugendcafé und Caritas „laufen mehr so nebeneinander her“.

Der erste Schritt ist immer: merken, dass man zusammengehört und dass es gut ist zu hören, was die anderen tun und wie sie die Situation sehen. Daraus können sich dann nächste Schritte ergeben.

Dieser Reisebericht stammt von 
Christiane Müßig, Referentin für Lokale Kirchenentwicklung

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